Ein Fest der Gemeinschaft, des Ehrenamts und des Aufbruchs
Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und dem Vereinsleben folgten am vergangenen Mittwoch, dem 8. Juli 2026, der Einladung der Gemeinde zum diesjährigen Bürgerempfang in die voll besetzte Gemeindehalle.
Es war ein besonderer, festlicher Sommerabend, der ganz im Zeichen des Dankes für herausragendes Engagement und wegweisender Zukunftsprojekte stand. Einen glanzvollen Rahmen verlieh der Veranstaltung das Beisammensein hochkarätiger Gäste aus Adel, Kirche sowie der Kreis- und Kommunalpolitik. Gemeinsam mit der ehemaligen Spitze des Landtags, Bürgermeister Nolds Amtsvorgänger, den Trägern kommunaler Ehrenauszeichnungen und dem Gemeinderat schufen sie eine würdevolle Kulisse, um den eigentlichen Hauptpersonen des Abends – den verdienten Geehrten – eine Bühne voller Anerkennung und herzlicher Wertschätzung zu bereiten.
Ein herzliches Ankommen und ein Blick in die Zukunft
Für Bürgermeister Gabriel Nold war es der erste Bürgerempfang. In seinen persönlichen Worten zur Begrüßung zog er eine rundum positive Bilanz nach seinen ersten rund 130 Tagen im Amt. Er bedankte sich herzlich bei der Bürgerschaft für die offene Art der Aufnahme, ob bei spontanen Begegnungen im Schlossgarten, auf der Straße oder bei den vielen schönen Jubilarsbesuchen: „Ich fühle mich hier sehr gut angekommen. Und mit jedem weiteren Tag wird unsere Gemeinde für mich ein Stück mehr zur Heimat.“ Ein besonderer Dank ging an sein Rathausteam, das den neuen Schultes von der ersten Sekunde an unterstützt hat und an diesem Abend auch den Ausschank übernahm.
Der Bürgermeister betonte die außergewöhnliche Geselligkeit Oppenweilers, die sich über die Gemeindegrenzen hinweg in lebendigen Festen wie dem Buch-Eich-Fest des Musikvereins, der Oldtimer-Präsentation, dem Seenachtsfest oder dem Kinderturnfest widerspiegelt. Dies sei nur möglich, weil sich viele Ehrenamtliche und Vereine mit vollem Einsatz bei Wind und Wetter engagieren: „Ohne euch wäre Oppenweiler nicht das, was es heute ist.“
Gleichzeitig lenkte er den Blick auf wichtige Zukunftsprojekte: Letzte Woche erfolgte der Spatenstich für das lang ersehnte, barrierefreie Ärztehaus an der B14, auf dessen Grundstück nun endlich Bewegung herrscht und bereits fleißig gebaggert wird. Zudem blickte er mit Vorfreude auf Ende September, wenn die feierliche Inbetriebnahme des neuen Löschgruppenfahrzeugs der Freiwilligen Feuerwehr ansteht.
Große Ehre für das Ehrenamt: Sportler und Blutspender
Ein zentraler Höhepunkt des Abends waren die Ehrungen verdienter Bürgerinnen und Bürger. Nach der Würdigung der erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler richtete der Bürgermeister den Fokus auf die Blutspender. Er betonte, dass Blutspenden eine der einfachsten und zugleich wertvollsten Möglichkeiten ist, anderen Menschen das Leben zu retten – sei es nach Unfällen, bei schweren Operationen oder während der Behandlung schwerer Krankheiten. Da Blut bis heute nicht künstlich hergestellt werden kann, dankte er den geehrten Frauen und Männern herzlich dafür, dass sie diese wichtige gesellschaftliche Verantwortung seit vielen Jahren vorbildlich übernehmen.
Verleihung der „Oppenweiler Axt“ an Annelie Valta
Nach der Ehrungsrichtlinie der Gemeinde wird die „Oppenweiler Axt“ an Persönlichkeiten verliehen, die sich über viele Jahre in besonderer Weise um die Gemeinde verdient gemacht haben. Dass Frau Valta dies zweifelsohne getan hat, zeigte die eindrucksvolle Laudatio von Bürgermeister Gabriel Nold. Als prägende Persönlichkeit des Turnvereins Oppenweiler (TVO) leitete sie von 2007 bis März 2026 mit großer Umsicht die Sparte „Turnen und Freizeitsport“ – die größte Abteilung des Vereins –, bevor sie das Amt planmäßig an ihre Nachfolgerin Vera Egenter übergab.
Auch weiterhin bringt sie ihre Erfahrung als stellvertretende Vorsitzende in den Gesamtvorstand ein und betreut die Presse- und Homepagearbeit. Besonders hervorgehoben wurde ihr fast 27-jähriger, unermüdlicher Einsatz als Übungsleiterin, mit dem sie von den Jüngsten bis zu den Senioren die Freude an der Bewegung vermittelt. Ihr Engagement reicht weit über die Hallentür hinaus: Ob bei der „Flurputzete“, beim Seniorennachmittag, im Burgcafé oder als Hauptorganisatorin des großen Kinderturnfests des Turngaus Rems-Murr – Frau Valta lebt die Gemeinschaft. Unter großem Applaus überreichte ihr der Bürgermeister die Oppenweiler Axt.
Höchste Auszeichnung: Das Ehrenbürgerrecht für Mechtild Schenk Gräfin von Stauffenberg
Als ganz besonderer, emotionaler und historischer Höhepunkt des Abends schloss sich die Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Mechtild Schenk Gräfin von Stauffenberg an – die höchste Auszeichnung, welche die Gemeinde Oppenweiler zu vergeben hat.
In einer tief bewegenden Würdigung hob Bürgermeister Gabriel Nold das außergewöhnliche Lebenswerk und das jahrzehntelange, unermüdliche Wirken der Gräfin hervor. Sie hat über Generationen hinweg das kulturelle, gesellschaftliche und soziale Gefüge der Gemeinde entscheidend geprägt und mitgestaltet. Ihr Name steht in Oppenweiler symbolisch für ein tiefes Pflichtbewusstsein, gelebte Nächstenliebe und ein stets offenes Ohr für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger. Dabei betonte Nold, dass die Gräfin nicht nur das historische Erbe der Gemeinde auf einzigartige Weise wahrt, sondern das Wasserschloss durch ihre Offenheit und ihr Engagement als kulturelles Herzstück und lebendigen Begegnungsort für die gesamte Bürgerschaft erhalten hat.
Mit ihrer unerschütterlichen und tiefen Verbundenheit zu Oppenweiler und den Menschen vor Ort hat sie unübersehbare, bleibende Spuren hinterlassen. Stets bescheiden im Hintergrund wirkend, war und ist sie für das Gemeinwohl und den Zusammenhalt unverzichtbar. Sie ist eine Brückenbauerin zwischen Tradition und Moderne, deren Wertekompass ein Vorbild für alle Generationen darstellt. Die feierliche Verleihung des Ehrenbürgerrechts brachte den tiefen Respekt, die uneingeschränkte Anerkennung und tiefer Dankbarkeit der gesamten Gemeinde zum Ausdruck. Dieser Moment wurde vom Publikum mit langanhaltendem Beifall und Standovationen gewürdigt. Als besonderes Zeichen dieser höchsten Anerkennung überreichte Bürgermeister Gabriel Nold der Gräfin den goldenen Schlüssel der Gemeinde. Im Anschluss hielt die frisch ernannte Ehrenbürgerin eine sichtlich bewegte Dankesrede, in der sie sich bei allen Anwesenden und der gesamten Bürgerschaft von Herzen bedankte.
Kulturelle Vielfalt und ein feierlicher Abschluss
Das Programm des Abends spiegelte die Vereins- und Kulturvielfalt der Gemeinde wider. Der Musikverein Reichenberg unter der Leitung von Benny Reiner eröffnete den Abend schwungvoll mit einer Ska-Version des Hits „Sex Bomb“ und setzte später mit dem Medley „Bella Misto“ einen weiteren musikalischen Glanzpunkt. Für leisere, feierliche Töne sorgte die Jugendmusikschule Backnang: Katharina Dopfer (Harfe) und Raphael Erne (Posaune) begeisterten unter der Moderation von Berenike Birth mit klassischen Stücken von Mendelssohn Bartholdy, Fauré und Saint-Saëns. Schwungvolle Bewegung brachte zudem die agile Tanzeinlage der „Rocking Turtles“ vom Rock’n’Roll-Club Backnang e.V. (moderiert von Rebecca Fischer) in die Halle.
Nach den Abschlussworten von Bürgermeister Gabriel Nold fand der offizielle Teil auf ganz besonderen Wunsch der frischgebackenen Ehrenbürgerin einen emotionalen Höhepunkt: Zum Abschluss spielte der Musikverein Reichenberg das Heimatlied Oppenweiler, bei dem die gesamte Halle herzlich zum Mitsingen eingeladen war.
Beim anschließenden Stehempfang übernahmen die LandFrauen die kulinarische Bewirtung. Bei feinen Häppchen nutzten die Gäste den harmonischen Sommerabend für intensive, gemütliche Gespräche, zum Knüpfen neuer Kontakte und für den Austausch über aktuelle Themen. Die Gemeinde bedankt sich bei allen Gästen, Mitwirkenden und den fleißigen Helferinnen und Helfern, die diesen rundum gelungenen Abend möglich gemacht haben.










